Von außen wirkt sie unscheinbar, und wer nichts von ihr weiß übersieht leicht ihren Zugang. Zwischen zwei Häuser hindurch muß der Eingang erst über eine lange Treppe erstiegen werden. Die Unterstadtkirche ursprünglich St. Nikolaus, jetzt Johannes dem Täufer geweiht, ist ein spätgotischer Saalbau mit dreiseitig geschlossenem Chor mit Netzgewölbe. Sie wurde 1535 umgebaut und1590 ausgemalt. Bildhaft aufgebaut ist die hervorragende plastische Gruppe der Verkündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel an Maria (1490). Daneben ist rechts Johannes der Täufer als Patron der Kirche dargestellt und links Johannes der Evangelist.
Rechts des Chorbogens zeigt ein Johannesaltar aus der Zeit um 1600 Szenen aus dem Leben dieser Heiligen.
Das Bild des Hochaltares malte 1760 Joseph Holtz. Das Bild vom Tod Mariens an der rechten Chorseite stammt aus dem Jahr 1522. Beachtenswert sind auch das barocke Kirchengestühl und die Kanzel.
Geöffnet ist die Unterstadtkirche in der Regel nur während der Gottesdienste.
